Erst einmal Kühlschrank auffüllen in Modena

Das machen wir eigentlich immer so, wenn wir unterwegs sind. Wir nehmen nur das, was uns zu Hause im Kühlschrank verderben würde mit. Alle anderen Nahrungsmittel besorgen wir uns im Zielgebiet. Wir wollen ja schließlich das Land und die Regionen kennen lernen und dazu gehören auch die landestypischen Speisen, die landwirtschaftlichen Produkte und ihre Zutaten. Daher verlassen wir die Autobahn, fahren nach Modena hinein und machen erst einmal eine Stadtrundfahrt mit dem Rad. Die Stadt macht insgesamt einen renovierungsbedürftigen Eindruck. Die Nähe zu dem Edelsportwagenhersteller Ferrari und dem Formel 1 Rennstall Scuderia Ferrari scheint in Modena nicht die notwendigen Einnahmen generiert zu haben, die es braucht, um eine mittelalterliche Stadt erhalten zu können.

Wir hätten erwartet, dass wir das Zentrum der Edel-Essig Herstellung in einem besseren Zustand vorfinden würden. Einzig die kulturhistorischen Gebäude und die sie umgebenden Plätze sind hübsch herausgeputzt und mit Straßencafes, Pizzerien und Ristorantes mit Außenbestuhlung und Windschutz gepflastert. In die Seitenstraßen der Seitenstraßen schaut man besser nicht. 😉

modena-1-markthallenUnser Interesse gilt aber zunächst einmal nicht dem Sightseeing, sondern wir suchen Essbares für den Kühlschrank.

Neinnnnnn! unser Kühlschrank vertilgt keine Schinken, Käse und Nudeln. Das Essbare ist für uns! Der Kühlschrank soll es nur für uns aufbewahren und wieder ausspucken wenn wir Hunger haben. Er ist so wie jeder andere Kühli auch. 😉😉
Zielsicher leitet uns unser Reiseleiter Erzengel Raphael zu den örtlichen Markthallen. Raphael ist einfach genial. Wir lieben diese Markthallen in den südlichen Ländern mit ihrem umfangreichen Angebot und ihrem geschäftigen Treiben.
Wir schauen uns erst einfach nur um bis uns die Augen übergehen und wir nicht mehr wissen was wir wirklich alles einkaufen sollen. modena-2-markthallenWir brauchen einen Plan sonst quillt unser Kühlschrank  über. 😁 Auch haben wir nur eine Satteltasche für die Räder mitgenommen, so dass es auch an Transportkapazität mangelt. 😕

Eine Käsetheke hat es uns besonders angetan. Neben ein paar Allerweltsprodukten entscheiden wir uns für Brot, Käse, Tauben, Obst, etwas Gemüse für eine schmackhafte Soße oder Pesto und Wein.

modena-3-nudelmanufakturEin paar Straßen weiter findet auch ein kleines Fläschchen Aceto Balsamico und eine große Portion Spaghetti aus der Nudelmanufaktur den Weg in unsere Satteltasche. Es ist einfach ein tolles Gefühl im Womo solch leckere Dinge dabei zu haben und wenn einem gerade danach ist einfach anzuhalten und sie genüsslich zu verspeisen.

Nach unserer Erkundungstour durch Modena haben wir natürlich von den unterschiedlichen Käsestücken schon mal genascht. Zusammen mit den Weintrauben und etwas Brot- ein Traum.

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12 Gedanken zu “Erst einmal Kühlschrank auffüllen in Modena

  1. In punkto Supermarkt – ich habe grade weiter oben die kleine Diskussion gelesen – kann ich nur bestätigen, dass uns die Italiener da mittlerweile um Längen voraus sind. In Venedig gibt es an der Piazzale Roma einen Coop, da gingen mir vor Staunen die Augen über, als ich das erste Mal hindurch schlenderte!

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    • Manchmal habe ich das Gefühl, wir sollen diese Vielfalt gar nicht haben dürfen, weil das Nestle und Co. so will. Klingt nach Verschwörungstheorie, ich weis.
      Mir ist aber kein plausibles Argument bekannt, warum in Supermärkten bei uns in Franken die Käsetheke gerade mal 1,5 Meter lang ist, in jedem Supermarkt in der Toskana aber 6+ Meter. Dabei war es egal ob das coop, simply, carefour oder … war und es war auch egal ob stadtnah oder auf dem Land!
      So manch kleiner Alimentari hat dort mehr Auswahl als ein Edeka oder REWE bei uns.
      Ich kann da nur mit der Maus (Sendung mit der Maus) antworten:
      Komisch, ist aber so. 😉

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      • Und weißt du, was ich glaube? Dass die Leute bei uns viel lieber verpacktes Zeugs kaufen, weil das billiger ist als der Käse an der Theke. Auf dem Markt ist man für ein Stück Bergkäse oder Parmesan locker mal 6-8 Euro los, weil so kleine Stückchen gar nicht abgeschnitten werden können, im Supermarkt bekommst du das alles fein säuberlich verpackt in Plastik. Ich behaupte einfach mal, dass WIR DEUTSCHEN nicht bereit sind für Essen viel Geld auszugeben, dafür aber für jeden blöden Technik Schnickschnack. Franzosen und Italiener denken da völlig anders! LG ins schöne, kullinarische Italien ♥

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